Wettbewerb Feuerwehrgerätehaus und Rettungswache Kühlungsborn (2026)
Der Entwurf für das neue Feuerwehrgerätehaus und die Rettungswache in Kühlungsborn vereint zwei eigenständige funktionale Einheiten zu einem gemeinsamen, identitätsstiftenden Rettungsstandort. Ein verbindendes Dach über den Fahrzeughallen fasst die unterschiedlichen Nutzungen architektonisch zusammen und verleiht dem Ensemble eine klare Adresse. Während das Feuerwehrgerätehaus kompakt zweigeschossig organisiert ist, entwickelt sich die Rettungswache entsprechend ihrer funktionalen Anforderungen eingeschossig. Durch die versetzte Anordnung der Baukörper entstehen geschützte Eingänge, Vordächer und Terrassen, die das Gebäude maßstäblich gliedern und in seine Umgebung einbinden.
Klare Wegeführungen und kurze Distanzen bestimmen die innere Organisation: Alarm-, Besucher- und PKW-Verkehre werden konsequent voneinander getrennt und ermöglichen reibungslose Einsatzabläufe. Die Fahrzeughallen sind unmittelbar an die relevanten Funktionsbereiche angebunden, während Aufenthalts- und Schulungsräume der Feuerwehr im Obergeschoss zur ruhigeren, straßenabgewandten Seite orientiert sind.
Der Neubau ist weitgehend als Holzbau konzipiert und folgt einem aus der Fahrzeughalle entwickelten, durchgängigen Konstruktionsraster. Die vertikale Holzfassade übersetzt dieses konstruktive Prinzip nach außen und wird durch gezielte Vor- und Rücksprünge sowie präzise gesetzte Öffnungen gegliedert. Ein hoher Vorfertigungsgrad, eine effiziente Gebäudehülle und der bewusste Einsatz langlebiger, ressourcenschonender Materialien bilden die Grundlage des Nachhaltigkeitskonzepts. Retentions- und Gründächer, Photovoltaik sowie eine effiziente Wärmepumpentechnik ergänzen den Ansatz zu einem robusten und energieeffizienten Gebäude mit hoher Nutzungsflexibilität.
| Typologie: | Industrie/Technik/Verkehr |
| Aufgabe: | Neubau |
| Status: | Wettbewerb |
| Stadt: | Kühlungsborn |
| Fertigstellung: | 2026 |
| Sonstiges: | 3. Preis |

